Tolle Sprints auf die Bahn gebracht (28. Mai 2019)
Als gut eingespieltes Quartett überzeugte die Hagenower 4x50-m-Staffel (in Gelb) bei ihrem Sieg in Rostock - hier kurz vor dem letzten Wechsel von Maria Dreyer auf Schlussläuferin Frida Huth.
Bild: fred bahr
Daumen hoch: Die jungen Zarrentiner Leichtathleten waren mit ihrem Rostock-'Ausflug' recht zufrieden.
Bild: heike groth-burghardt
von Thomas Willmann
28. Mai 2019, 00:00 Uhr


Junge Leichtathleten von Hagenower SV und TSV Empor Zarrentin präsentieren sich beim Ostseepokal in Rostock in sehr guter Form

Der Ostseepokal in Rostock zählt im Terminkalender der jungen Leichtathleten zu den absoluten Saisonhöhepunkten. Das gilt über die Landesgrenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus, wie die 17. Auflage zeigte. Im Leichtathletikstadion maßen sich 452 Sportler im Alter von 8 bis 13 Jahren. Sie vertraten 43 Vereine aus dem gesamten norddeutschen Raum und aus Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt. 'Das Niveau liegt über dem von Landesmeisterschaften', hob Fred Bahr die sportliche Bedeutung dieses Wettkampfes hervor. Der Leichtathletik-'Chef' des Hagenower SV reiste mit 14 Startern an. 'Wir waren erfolgreich wie noch nie', verwies er mit Stolz auf zwei Gold-, eine Silber- und fünf Bronzemedaillen sowie zahlreiche persönliche Bestleistungen.

Ihr großes Sprint-Talent stellte einmal mehr Frida Huth unter Beweis. Sie gewann überlegen die 50 Meter in der Altersklasse W9 und stellte mit ihrer Siegerzeit von 7,76 Sekunden einen neuen Meeting-Rekord auf. Und das blieb nicht der einzige Auftritt. Als Schlussläuferin führte sie auch die 4x50-m-Staffel zum souveränen Sieg (37,00 sec.). Das Erfolgsquartett bildeten Matilda Schorcht, Enni Groß, Maria Dreyer und eben Frida Huth, die als 'Zugabe' noch Bronze im Weitsprung holte (3,63 m). Wie schon eine Woche zuvor beim Stadionfest in Neustrelitz boten Malte Tiltmann und Mattes Groß im 75-m-Finale eine klasse Vorstellung. Malte wusste sich noch einmal zu steigern und sprintete in 10,25 sec. auf den Silberplatz. Mattes wurde in 10,38 sec. Dritter. Sein zweites Bronze sicherte er sich über die 800 Meter (2:26,59 min.). Malte schrammte als Vierter im Ballwurf und Fünfter im Weitsprung knapp an weiteren Podestplätzen vorbei.

Wie groß die Teilnehmerfelder teilweise ausfielen, zeigte zum Beispiel der 75-m-Lauf in der Altersklasse W12. Sieben Vorläufe waren nötig, um die Finalisten zu ermitteln. Diese Tatsache rückt Jule Paegels Bronzemedaille (10,26 sec.) ins rechte Licht. Über Edelmetall durfte sich auch Jonas Schatz freuen, der bei den Jungen der M10 die drittbeste 800-m-Zeit lief (2:47,1 min.). Etliche weitere Finalplatzierungen komplettierten den überzeugenden Hagenower Auftritt.

Die Leichtathleten des TSV Empor Zarrentin gingen mit einer ganz jungen Truppe an den Start und schafften mit dem fünften Platz der 4x50-m-Mixedstaffel gleich einen guten Einstieg. Dafür, dass sie zuvor erst einmal die Staffel trainiert hatten, machten Empors Youngster ihre Sache bravourös. Pepe Stoß (M8) stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Seine 26,50 Meter im Ballwurf wurden mit der Silbermedaille belohnt. Im Weitsprung fehlten ihm mit 3,18 m ganze fünf Zentimeter zur zweiten Medaille. Er wurde hier ebenso Fünfter wie im 50-m-Sprint. Da in Rostock aber jeweils die ersten Acht geehrt wurden, stand Pepe noch drei weitere Male auf dem Podest.

Einen tollen 800-m-Lauf legte Nina Dietz (W10) hin. Auf Kreisebene über diese Distanz ziemlich konkurrenzlos, wurde sie in Rostock ganz anders gefordert. Sie lief in 2:55,41 auf den fünften Platz. Das Besondere: Damit steigerte sie ihre Bestleistung gleich um 16 Sekunden. Etwas enttäuscht war Hanna Tumbrock (W12). Mit ihren kürzlich übersprungenen 1,41 m zählte sie zu den Medaillenkandidatinnen im Hochsprung. Sie hatte aber keinen guten Tag erwischt, scheiterte an 1,30 m und belegte den neunten Platz. Leni Matha (W8), Jolie Semdner (W9) und Moritz Glanz (M9) gaben ebenfalls ihr Bestes und sammelten bei diesem großen Wettkampf erste Erfahrungen.

Am nächsten Tag startete Pia Herklotz (W14) bei den Landesmeisterschaften im Blockmehrkampf in Neubrandenburg. Die junge Hagenowerin hatte ein klares Ziel, die Norm für die deutsche Meisterschaft. Sie kam in dem anspruchsvollen Wettkampf, der sich aus den Laufdisziplinen 80 m Hürden, 100 m und 2000 m sowie Weitsprung und Ballwurf zusammensetzte, auf 2212 Punkte. Damit fehlten ihr zur Norm 113 Punkte.
(Quelle: https://www.svz.de/sport/lokaler-sport/lokaler-sport-hagenower-kreisblatt/tolle-sprints-auf-die-bahn-gebracht-id24043907.html)
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